E-Schrott & Elektroschrott

Bis vor Kurzem war der Elektroschrott noch kein großes Thema, allerdings ist der oft verschmähte Elektroschrott im Ankauf bares Geld wert und so bekommt der Begriff „Geld für Müll“ eine ganz neue Bedeutung, denn in Haushalten lagern Tonnen von wertvollem Elektronikschrott, welcher begehrte und wertvolle Metalle sowie Halb- und Edelmetalle enthält, für die viele Schrotthändler einen guten Schrottpreis bereit sind zu zahlen.

Elektroschrott findet sich aber nicht nur daheim in den Schubladen in Form von Smartphones und Mobiltelefonen. Auch PCs, Laptops, Radios, Fernseher und andere elektronische Geräte mit Platinen im Gehäuse sind bares Geld wert und sollten nicht einfach auf den Müll geworfen werden.

Zudem finden sich beispielsweise neben Metallen wie Gold, Silber, Platin oder Nickel auch andere wertvolle Stoffe, wie z. B. Aluminium für PC- oder Festplattengehäuse. Im Großen und Ganzen besteht oder enthält Elektroschrott in der Regel Stahl, Aluminium, Kupfer, Zinn, Blei, Silber, Gold, Platin und einige weitere seltene Erden und Edelmetalle.

Wer sein Elektroschrott verkaufen möchte, der sollte sich vorher informieren, ob der Schrotthändler auch für die Entsorgung von E-Schrott zertifiziert ist, denn nicht jeder Schrotthändler darf auf seinem Schrottplatz diesen wertvollen Elektroschrott ankaufen, aufbereiten und die schwierigen Stoffe aus dem E-Schrott entsorgen.

Elektroschrott beim Schrotthändler

Elektroschrott wird beim Schrotthändler im Allgemeinen als weiße und braune Ware bezeichnet. Als weiße Ware gelten große und kleine Haushaltsgeräte, wie z. B. Waschmaschine, Kühl- u. Gefrierschrank oder Herd oder auch Kleingeräte wie z. B. Staubsauger, Kaffeemaschine, Fön, Mikrowelle.

Die braune Ware ist in der Regel alles, was mit Unterhaltungselektronik zu tun hat, wie Fernseher, Videorekorder, Videokameras, Camcorder, Rundfunkgeräte, Radiorekorder, Hi-Fi-Anlagen, Satellitenempfangsanlagen und Fotoapparate.

Alle anderen Elektroschrottgeräte wie beispielweise Computer, Monitore, Drucker, Plotter, Tastaturen, Scanner, Schreibmaschinen, Fotokopierer, Telefaxgeräte, Telefonendgeräte und Geräte der Präsentationstechnik und dem dazugehörigen Zubehör bezeichnet der Schrotthandel in der Regel als IT-Schrott.

WEEE Richtlinie der Europäischen Union für Elektronikgeräte

In Europa ist das Recycling und die Entsorgung von Elektroschrott in der WEEE geregelt, welche für „Waste Electrical and Electronic Equipment“ steht und in Deutschland seit 2003 umgesetzt wird.

Die Europäische Kommission hat mit der WEEE zwei grundlegende Richtlinien für Elektronikgeräte auf den Weg gebracht, die zum einen die Beschränkung der Verwendung von bestimmten Gefahrenstoffen in Elektrogeräten regeln und wie diese von Versorgern zu kennzeichnen sind, aber vor allem, wie Ver- und Entsorger mit diesem Schrott richtig umzugehen haben und welche Pflichten zu erfüllen sind, damit die Menge an Elektroschrott optimal reduziert werden kann.

Die WEEE-Richtlinie schließt aber nicht nur die Hersteller und Entsorger mit ein, sondern auch die Endverbraucher, die ihren Elektroschrott nicht einfach als Müll entsorgen dürfen.

Die WEEE-Direktive der EU unterscheidet folgende Elektronikschrott-Produktgruppen:

  1. Große Haushaltgeräte (Backofen, Kühlschrank usw.)
  2. Kleine Haushaltgeräte (Toaster, Staubsauger usw.)
  3. Büro und Kommunikation (PC, Drucker, Telefon, Fax usw.)
  4. Unterhaltungselektronik (TV, HiFi, portabler CD-Player usw.)
  5. Leuchtmittel (vor allem Fluoreszenzröhren)
  6. E-Werkzeug (Bohrmaschine, Rasenmäher usw.)
  7. Spiel- und Freizeitgeräte (Modelleisenbahn, Fitnessmaschine usw.)
  8. Medizinische Geräte und Instrumente
  9. Überwachungsgeräte (Diagnosegeräte und Anlagen, Sicherheitsanlagen usw)
  10. Automatische Ausgabesysteme (Fahrkartenautomat usw.)

WEEE-Kennzeichnung für Elektronikgeräte:

  1. Jeder Hersteller muss durch die Kennzeichnung des Geräts eindeutig zu identifizieren sein.
  2. Das Symbol für die getrennte Sammlung von Elektro- und Elektronikgeräten stellt eine durchgestrichene Abfalltonne auf Rädern dar.
  3. Es ist außerdem ein Hinweis auf dem Produkt anzubringen, dass das Gerät nach dem 13. August 2005 – in Deutschland nach dem 23. März 2006 in Verkehr gebracht wurde.
    1. Durch das Datum der Herstellung bzw. des Inverkehrbringens.
    2. Durch die Kennzeichnung des Balkens unter der durchkreuzten Abfalltonne.

Aufbereitung von Elektroschrott

Die Aufbereitung von Elektroschrott geschieht durch strenge Richtlinien von Hand, da einige in dem Elektroschrott enthaltenen Rohstoffe als problematisch in der Entsorgung anzusehen sind, wie es zum Beispiel für die Verbrennung der Fall ist.

So wird der Elektroschrott von Hand zerlegt, danach vorsortiert, geschreddert und durch verschiedene physikalische Verfahren, wie z. B. Windsichter und FE-Scheider aufbereitet, sodass auch nicht Eisen und Edelmetalle optimal aus dem E-Schrott zurückgewonnen werden können.

Die Edelmetalle werden später aus dem  Elektrolyseschlamm zurückgewonnen, wie er bei der Kupfer-Raffination entsteht.

Elektroschrott im Fachhandel

Wer seinen Elektronikschrott oder auch E-Schrott nicht verkaufen möchte, sollte diesen aber trotzdem nicht einfach in den Hausmüll werfen, erstens ist dies nicht erlaubt, zweitens ist das auch nicht gut für die Umwelt und Ressourcen unserer Erde.

Wer sich denkt, das ist mir egal, für den gibt es auch noch einen wirtschaftlichen Grund, durch die Rückführung von Elektroschrott kann die Wirtschaft auf diese Ressourcen zugreifen und muss diese nicht teuer einkaufen, was sich früher oder später auch auf die Preise für Elektronikgeräte auswirken wird oder bereits zu einer Teuerung geführt hat.

>> aktuelle Schrottpreise finden sie hier

This entry was posted in Elektronikschrott and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.